Programm von Ostern bis Juli 2018

 Donnerstag, 12.7., 19 Uhr

Dr. Klaus Weißinger, Vortrag
Goethes „Faust“: Neuland im 21. Jahrhundert

Viele Leser und Theaterbesucher des „Faust“ wissen nicht, dass die meisten Faust-Forscher in den letzten Jahrzehnten immer mehr dazu übergegangen sind, Faust zu einem Antihelden zu machen. Dies rührt daher, dass der 5. Akt in einer neuen Weise gesehen wurde – die jedoch auf einem fundamentalen Irrtum beruht. Der Referent konnte in seiner Dissertation von 2015 über Goethes „Faust“ diesen Irrtum durch eine genaue geographische Untersuchung der Gegebenheiten im 5. Akt widerlegen und so nicht nur den Titelhelden „rehabilitieren“ und dessen großartige Neulandgewinnung deutlich herausarbeiten, sondern auch wieder einen neuen Zugang zu der „Himmelfahrtsszene“ ermöglichen. In dem Vortrag stellt der Referent diese neue Sichtweise dar.

Dr. Klaus Weißinger, Germanist und Geograph, Waldorflehrer, Initiator des Ismaninger „FAUST-Festivals“. Sein spezielles Interesse an ökonomischen Fragen der Gegenwart führte auch zu einer intensiven Beschäftigung mit den wirtschaftlichen Themen in Goethes „Faust II“. Daraus entstand 2015 die Dissertation „Besitz und Genuss in Goethes Faust“.

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Ohne Vorkenntnisse
Fr/Sa, 13./14.7., Vortrag, Experimente und Experimentierkurs

  • Wie der Klang die Welt gestaltet – Kymatik erleben

Schule für Kymatik, Hirschhorn/Neckar
• Freitag, 19 bis 21.30 Uhr, Vortrag und Experimente
Was bewegt, was gestaltet die Welt?
Mit diesen Fragen hat sich Hans Jenny, der Dornacher Arzt, Künstler, Forscher und Begründer der Kymatik intensiv auseinandergesetzt.
Er bezog sich direkt auf Chladni, einem Zeitgenossen Goethes, der als Erster Phänomene der sich im Tonfeld ordnenden Stofflichkeit beschrieb und systematisch untersuchte. In diesem Vortrag wollen wir mit Ihnen einen Weg beschreiten, anhand zahlreicher Experimente, die auch gemeinsam mit den Zuhörern durchgeführt werden: Ausgehend von den Chladnischen Klangfiguren, dem Eidophone
der englischen Sängerin Margaret Watts Hughes und Experimenten nach Hans Jenny, bis in die heutige Zeit. Michael Seeberger, Hirschorn und Harald Hobelsberger, Nürnberg
Mitglieder 10 € (1 Coupon), Nichtmitglieder 12 €, erm. 7 €
• Samstag, 10 bis 17 Uhr, Experimentierkurs
Kymatisches Experimentieren – Einstieg in die Praxis
Im Kurs werden wir die Grundlagen des Kymatischen Experimentierens kennen lernen und diese an mehreren vorbereiteten Stationen selbst umsetzen. Dies schließt auch erste Übungen im künstlerischen Erfassen der Phänomene mit ein, z.B. durch Zeichnen. So soll die Möglichkeit gebildet werden, im Weiteren erste Schritte im eigenständigen Experimentieren zu gehen. www.schule-fuer-kymatik.org/kurse/kymatisches- experimentieren.html)
Mitglieder: € 40 (4 Coupons), Nichtmitglieder € 48, erm. € 28 inkl. Materialien

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Ohne Vorkenntnisse
Freitag, 20.7., 20 Uhr

  • Die 4 Temperamente

Melancholiker, Sanguiniker, Phlegmatiker und Choleriker
Sebastian Scheuthle
Jeder erkennt sich wieder. Diese außergewöhnliche Übereinstimmung zwischen dem Zuschauer und dem Darsteller, dieses gegenseitige Erkennen und Erkennbar – Machen, gibt jeder Aufführung eine besondere Atmosphäre. Das Theater erfüllt hier in unterhaltsamer komischer und humorvoller Weise seine schönste Aufgabe: Es ermöglicht Selbsterkenntnis. Mit Haut und Herz verwandelt sich Scheuthle in seine Geschöpfe. Der Schein wird Da-Sein, die vier werden nicht gespielt, sie werden vorgelebt. Dadurch entsteht etwas  Substantielles. Eine Qualität, die Sogkraft hat. Inszenierung frei nach Frieder Nögge.
Mitglieder € 20 (2 Coupons), Nichtmitglieder € 24, erm. € 14

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Programm September bis Dezember 2018

Ohne Vorkenntnisse

Freitags, 7.9., 19.10., 2.11.2018,19 bis 21 Uhr, Seminar

  • Das Wesen des Lebendigen verstehen lernen – ein Goetheanismus-Seminar

Astrid Wunderlich
Im vergangenen Wintertrimester wurde der Goetheanismus als eine mögliche wissenschaftliche Methode zur Erforschung des Lebendigen vorgestellt und anfänglich anhand von chemischen Prozessen und Pflanzenbetrachtungen geübt. In diesem Trimester sollen diese Studien an Pflanzen und Tieren fortgesetzt und vertieft werden. Neben den praktischen Versuchen im Kurs werden auch Ansätze einiger namhafter Anthroposophen vorgestellt.
Der Kurs ist offen für alle Interessenten!
Je Seminareinheit: Mitglieder € 8 (1 Coupon), Nichtmitglieder € 10, erm. € 7

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Ohne Vorkenntnisse
Freitag, Samstag, 14./15.9.2018, Zwei Vorträge
Dr. Martina Maria Sam, Dornach

• Freitag, 20 Uhr

  • Die Ausbildung des Herzdenkens als Weg zur inneren Befreiung

Auf dem von Rudolf Steiner angegebenen Seelenschulungsweg muss der Entwicklung des meditativen Lebens die Ausbildung des inneren Wahrheitsgefühls parallel gehen. Dieses bildet sich aus durch die Umwandlung des Ätherleibs – Träger unserer Gewohnheiten und Lebensstandpunkte. Das «Wahrheitsfühlen» ist ein Denken mit dem Herzen – es gründet in der Mitte unseres Wesens, wo irdischer und kosmischer Mensch sich ineinander verschränken. Durch dieses «Herzdenken » kann der Mensch, der sich selbst überwunden und so von der «Gewalt, die alle Wesen bindet» (Goethe), befreit hat, das «innere Wort» vernehmen – es sprechen sich die Dinge und Wesen der Welt in ihm aus. – Der Weg zur Ausbildung des Herzdenkens, der zugleich der Weg der inneren Befreiung ist, soll in seinen einzelnen Stationen im Vortrag betrachtet werden.

• Samstag, 20 Uhr

  • „Meine Seele sollte in eine Art Abgrund gerissen werden“ – über Rudolf Steiners Seelenprüfung um 1898 und ihre Überwindung

Bevor Rudolf Steiner nach 1902 die Geisteswissenschaft begründen konnte, führte ihn sein Weg durch eine tiefe innere Prüfung. Die innere Freiheit, deren Begriff er sich 1894 in seiner «Philosophie der Freiheit» erarbeitet hatte, musste er sich in den folgenden Jahren existentiell erringen. Die Art, wie Rudolf Steiner diesen Lebensabgrund durchschritt, legte den Grund für sein weiteres Wirken. Was er in diesen Jahren der Prüfung durchleben musste und auf welche Weise er die Krise überwand, soll Thema dieses Vortrages sein.

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Freitag, 21.9.2018, 20 Uhr, Vortrag

  • Wenn der Bewusstseinsboden wankt. Das Gewahrwerden der Gefahren an der Schwelle

Beate Meuth, Künstlerin, Lebenskräfteforscherin, Coach, Dozentin
Viele Schwellenerfahrungen finden mitten im Alltag statt. Es sind komplexe Situationen, die uns überraschen und verwirren. Wir fühlen uns überfordert oder auch beglückt. Unbemerkt von der eigenen Seele wirken Kräfte in und um uns, die Wirklichkeiten schaffen. Wie können wir im Lebensstrudel diese Wirksamkeiten aus unserem Ich heraus erkennen und Orientierung finden? Wie können wir Geistes-Gegenwart, Intuition und Wahrheitsgefühl stärken? In Vortrag und Gespräch führen wir uns die Phänomene an Beispielen vor Augen und erhellen sie durch die konkrete Übungs- und Erkenntnispraxis, die Rudolf Steiner als sicheren Weg im Unterscheiden der Geister aufzeigt.
Beate Meuth, Jg. 1962, hatte in ihrer Biographie vielfache Berührung mit zeitgenössischen Einflüssen, die nach Ich und Seele greifen. Dadurch war sie aufgefordert, die anthroposophische Bewusstseinsschulung methodisch zu ergreifen und konkrete Lebensbezüge herzustellen.

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 Ohne Vorkenntnisse
Dienstag, 25.9., 18.30 und 20 Uhr

  • Michael-Imagination

(aus GA 229, 15.Okt. 1923) Gespräch: Es wird ein Austausch versucht, wie die kosmische Begierde im Weltenraum zu verstehen ist. Dabei sind auch eigene Erfahrungen gefragt. Wie ist der Bezug zu den Gesetzen, den Weisungen der Planeten zu denken? Die drei Hochsommersprüche aus den Zwölf Stimmungen, die Strophen von den Zwillingen, dem Krebs und dem Löwen, könnten dabei eine Hilfe sein.
Erika Leiste, Astrid Wunderlich, Florian Zebhauser

• 20 Uhr Lesung der Michael-Imagination

vom 15. Oktober 1923 durch Bodo Bühling
Eintritt frei

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 Ohne Vorkenntnisse
Freitag, 28.9.2018, 20 Uhr,

  • Michaeli-Feier

Ansprache Bodo Bühling
Was bedeutet Mut im michaelischen Sinne? Die spirituelle Dimension des Mutes. Über den Zusammenhang von Mut und Liebe.

In vielen Bereichen unseres persönlichen und sozialen Lebens ist die Angst das vorherrschende und viele Lebensäußerungen dominierende Gefühl. Michael ist die Wesenheit in unserer Zeit, die nicht nur den Mut des Menschen fordert und braucht, um den Boden für unsere Freiheitsentwicklung zu schaffen, sondern er kann auch Stütze und Ermutiger zu einem Leben in der Ent-Ängstigung werden.
Eurythmie: Ruth Balala, Dorothea Maier; mit Musik von D. Schostakowitsch, Klavier: Gregor Arnsberg
• Eintritt frei, Spenden erbeten

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Ohne Vorkenntnisse
Freitag, 5.10.2018, 19 bis 21 Uhr

  • Elemente des Anthroposophischen Schulungsweges

Mit Gisela Weller-Widmann, Astrid Wunderlich, Emi Yoshida, Florian Zebhauser
9. Abend: Sinnlichkeitsfreies Denken als Vorstufe zur Imagination, Astrid Wunderlich
Immer wieder betonte Rudolf Steiner die Notwendigkeit eines sicheren Denkens als Grundlage für den Schulungsweg und gab Hinweise, wie man sich dies an der sinnlichen Welt erüben kann. Ein nächster Schritt hin zur höheren Erkenntnis erfordert, dass man sich in seinem Denken von sinnlichen Wahrnehmungen löst und ein lebendiges, kraftvolles, logi-sches Denken ausbildet. Lebendig – logisch, wie passt das zusammen? Solche Fragen, mögliche Übungswege und der Austausch über Erfahrungen damit stehen im Mittelpunkt dieses Abends.
Im ersten Teil beginnt Gisela Weller-Widmannmit einem Rückblick auf den 8. Abend (13.4.) Dabei steht wieder die 16-blättrige Lotusblume im Mittelpunkt mit den 8 Übungen,
die auch den Wochentagen zugeordnet werden. Auch neue Interessenten sind herzlich eingeladen.
Kursabend für Mitglieder 10 € (1 Coupon)
Nichtmitglieder 12 € (keine Coupons), erm. 7 €

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Über das Titelzeichen der Zeitschrift „Das Goetheanum”

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Fogende Drucksachen können bei uns erworben werden.

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