Programm von September bis Dezember 2019

Ohne Vorkenntnisse

Freitag, 8.11., 19 bis 21 Uhr

  • Meditation

Gisela Weller-Widmann, Florian Zebhauser
Mit dem diesmaligen Thema Meditation kommt die Reihe ‚Elemente des anthroposophischen Schulungwegs‘ zunächst an ein Ende. Ab Januar werden wir einen neuen Zyklus beginnen, der wieder die Nebenübungen behandelt, aber bereichert mit der Darstellung eines ganz besonderen Blickwinkels aus dem medizinischen Bereich. „Wenn der Mensch einmal beginnt Meditationen zu machen, so vollzieht er damit die einzige wirklich völlig freie Handlung in diesem menschlichen Leben.“ (Rudolf Steiner, GA 305) Der auf Anthroposophie basierende Schulungsweg legt besonderen Wert auf das klare Überblicken und bewusste Vollziehen von Übungen und Meditationen. An diesem Abend wollen wir einen Einblick geben in die Praxis anthroposophischer Meditation. Theorie und Erklärungen werden sich auf das zum Verständnis Notwendige beschränken. Der Schwerpunkt liegt auf dem übenden Element. Wir werden einen Spruch von Rudolf Steiner in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stellen. Zunächst werden wir versuchen, ihn zu verstehen, dann konzentriert auf vertiefte Weise zu betrachten. Schließlich wollen wir im nächsten Schritt versuchen, in eine meditative Seelenstimmung zu kommen. Wir werden in einer Runde sitzen, aber jeder wird die Meditation selbstständig vollziehen. Dann können wir im Gespräch bewegen, welche Fragen aufgetaucht sind.

Die Teilnahme ist sowohl für meditationserfahrene Menschen wie für Neueinsteiger möglich. Wichtig ist der Wille zur Vorurteilslosigkeit und zu ständigem Dazulernen.

Kursabend für Mitglieder € 10 (1 Coupon)

Nichtmitglieder € 12

Ermäßigt: € 7

 _____________________________________________________

 Für Mitglieder und Freunde

Samstag, 16.11., 18 Uhr

  • Die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft

Was ist sie und wie wirkt sie?
Einführung und Gespräch
Katharina Gleser, Beate Meuth, Florian Zebhauser

_____________________________________________________

Im Rahmen der Veranstaltung "Lange Nacht der Philosophie"
Donnerstag, 21.11., 20 Uhr, Vortrag und Gespräch
Referent: Lorenzo Ravagli; Schriftsteller, Journalist, Vortragsredner, Philosoph und Anthroposoph

Anthroposophie im Kontext der abendländischen Esoterik.
Eine philosophische Betrachtung


Esoterik ist so alt wie die Philosophie. Genauer gesagt: sie ist Philosophie. Wer sich heute mit Plato oder Aristoteles beschäftigt, wird in ihnen viel Esoterisches finden: Reinkarnation, ein Leben der Seele vor der Geburt und nach dem Tod, Geist, der den Stoff formt, beseelte Himmelskörper, einen Gott, dessen Wesen im Denken besteht. Diese heidnische Spiritualität wurde vom Christentum zugunsten der Offenbarung vorübergehend in den Hintergrund gedrängt, kehrte aber um so mächtiger in der Renaissance wieder in das Abendland zurück und mit ihr auch die Esoterik.
Erneut sah sich der esoterische Gehalt der Philosophie in der Neuzeit angefeindet, diesmal von Seiten des Protestantismus und der Aufklärung. Im Verlauf von Jahrhunderten wurde sie zu dem, womit sich die Wissenschaft nicht befassen durfte; sie wurde zum verdrängten Wissen. Indem die Wissenschaft ihren ursprünglichen esoterischen Gehalt von sich ausschloss, entfernte sie sich von ihrer eigenen Herkunft: der philosophischen Weisheit.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts unternahm die Anthroposophie den Versuch einer neuen Synthese zwischen beiden. Der Ausgang des Projekts ist offen.
Eintritt € 10, Ermäßigung für Schüler, Studenten € 7

______________________________________________________
 

 Für Mitglieder und Freunde

Samstag, 23.11., 19 Uhr

  • Gedenken an die Verstorbenen

Jenseits der Schwelle schauen die Verstorbenen auf ihr irdisches Leben aus der Sicht ihrer früheren Mitmenschen. Ein Drittel ihrer Lebenszeit benötigen sie für diesen rückwärts gewandten Weg. Wir helfen den Verstorbenen dabei, wenn wir sie liebevoll begleiten schenken wir ihnen Wärme.

Lebensbilder verstorbener Mitglieder

Ansprache: Astrid Wunderlich

Musik: Werke von Peter Michael Riehm und Torben Maiwald mit dem Eltern-Lehrer-Chor der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning unter der Leitung von Yoshie Higo-Breitenbach.

Bilder von Corinna Sper

Freier Eintritt

_____________________________________________________

 Ohne Vorkenntnisse

Freitags, 29.11./6.und 13.12., 19 bis 20.30 Uhr

  • Adventsarbeit am Grundsteinspruch -Das Wirken der Trinität entdecken

Astrid Wunderlich, Emi Yoshida

In diesem Jahr wenden wir uns nochmals den seelischen Übungen zu: Geist- Erinnern, Geist-Besinnen, Geist-Erschauen und folgen der Aufforderung Rudolf Steiners, darauf zu lauschen, was uns dabei aus dem Weltenall entgegenkommt.

Welche Verbindung finden wir vom „Geist-Erinnern“ „zum Vater-Geist“? Wie üben wir  „Geist-Besinnen“ in einer Weise, mit der wir uns für den „Christus-Willen“ öffnen? Können wir verstehen, wie uns mit dem Üben zum „Geist-Erschauen“ des Geistes Weltgedanken nahe kommen? Mit Gesprächen und Eurythmie vertiefen wir diese Fragen.

Eintritt frei

_____________________________________________________

 Ohne Vorkenntnisse

Samstag,Sonntag, 30.11./1.12., Vier Vorträge

  • Die Mani Intention: Rudolf Steiner und ein zukünftiger Manichäismus

Christine Gruwez und Dr. Markus Osterrieder

 Samstag, 18 Uhr und Sonntag 10 Uhr

Christine Gruwez, Zwei Vorträge

Die ersten Schritte in Richtung eines Manichäismus der Zukunft, so wie Rudolf Steiner die Mani-Intention verstanden hat, bedingen, dass wir fähig werden, dem Bösen ins Antlitz zu schauen – damit auch das Gute wirken kann.

Wo aber Gut und Böse auf einander stoßen, erst und genau da kann der Mensch sich in seiner wahren Gestalt zeigen. Es geht um ein sowohl als auch. Da erst fängt die Menschwerdung an. Dieser neue Anfang hängt unmittelbar mit der aktuellen Weltlage, in der genau die weitere Menschwerdung gefährdet ist, zusammen. Nicht nur wird die Würde und Integrität von Erde und Mensch ständig angegriffen, sondern die gegenwärtigen Entwicklungen scheinen das Ende des Menschen schlechthin zu verkünden.

 Samstag, 20 Uhr und Sonntag, 11.45 Uhr

Dr. Markus Osterrieder, Zwei Vorträge

Manichäische Zukunftsimpulse vor dem Hintergrund zunehmender künstlicher Intelligenz und Robotik: Gesellschaftlich-soziale und menschenkundliche Gesichtspunkte

_____________________________________________________

 Ohne Vorkenntnisse

Samstag,Sonntag,7./8.12.

Beate Meuth und Johannes Greiner

  • Schmerz verwandeln
  • Geisteswissenschaftliche Ansätze zur Verarbeitung eines Traumas


Verletzungen gehören zum Leben, körperliche ebenso wie seelische. Manche sind so gewaltig und einschneidend, dass sie das Weiterleben grundlegend verändern oder behindern. In der posttraumatischen Belastung geht die Führungskraft des Ich verloren, wir fühlen uns ausgeliefert. Wie werde ich fertig mit den Folgen eines Unfalls, eines Übergriffs, einer tiefen wiederholten Kränkung? Wo das Leben mir Rätsel aufgibt, stellt sich die Frage nach dem Geist. Wie lässt sich das quälende Warum in Schicksalswillen verwandeln? Rudolf Steiner hat viele konkrete Impulse zu einer Seelenarbeit gegeben, die das Geistige im Menschen mit einbezieht. Auch zeigt er Wege auf, traumatisierte Menschen im sozialen Miteinander zu verstehen, es birgt besondere Herausforderungen und Möglichkeiten. Mithilfe der Kunst lässt sich Schmerz umschmieden in Stärke. Die gebundene Lebenskraft wird frei für ein tatkräftiges Leben.

 Samstag

15 – 16.30 Uh,r Leben mit Schatten und Licht in der Seele, Vortrag Johannes Greiner           

16.30 – 17 Uhr, Kaffeepause

17 – 18.30 Uhr, Ich findet sich – Methodische Grundlagen, Vortrag Beate Meuth

18.30 – 19 Uhr, Pause mit Imbiss

19 – 20 Uhr, Gespräch

Sonntag

9.30 – 11 Uhr, Zwischen Lähmung und Verzweiflung, Seminar: Übungen zum Umgang mit Gefühlen

11 – 11.30 Uhr, Kaffeepause

11.30 – 13 Uhr, Erlebtes anschauen - ein Weg zum Annehmen des Schicksals, Seminar: Übungen und Gespräch

Beate Meuth - Coach, Bildhauerin, Heilpraktikerin, drei erwachsene Kinder - hat aus Kunst und Geisteswissenschaft eine neue Coaching-Methode entwickelt, die sich in der Arbeit mit traumatisierten Erwachsenen bewährt hat.

Johannes Greiner - Musiker, Eurythmist, Lehrer, Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz, Musikverantwortlicher in der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum.

Geamtkarte: Mitglieder  € 36 (4Coupons), Nichtmitglieder € 44, erm. € 26

 _____________________________________________________

 Ohne Vorkenntnisse

Mittwoch, 18.12., 18.30 und 20 Uhr

  • Weihnachtsimagination

18.30 bis 19.30 Uhr, Einstimmung

Im Vortrag vom 6. Oktober 1923 (GA229) bringt Rudolf Steiner das Weihnachtsgeschehen und die Prozesse in der Natur zur Tiefwinterszeit in ein gewaltiges Bild. Das Geschehen führt letztlich zur imaginativen Anschauung der Maria mit dem Jesuskind. In diesem Zusammenhang heißt es:

„Sternenstrahlend muss auch das Haupt der Maria sein, das heißt im menschlichen Ausdruck, so dass wir in der Physiognomie, in der ganzen Gebärde den Ausdruck des Sternenstrahlenden haben.“

Die gemeinsame Vorbereitung soll Möglichkeiten und Zugänge eröffnen zu diesem Motiv des Sternenhimmels, um vom jeweils persönlichen Erleben zu einer überpersönlichen Anschauung finden zu können.

Übung und Gespräch: Erika Leiste, Astrid Wunderlich, Florian Zebhauser

 20 Uhr, Lesung der Weihnachtsimagination durch Bodo Bühling

Eintritt frei

_____________________________________________________

Freitag, 27.12., 19 Uhr

  • Weihnachtsfeier

Das Traumlied des Olav Åsteson

In der Christnacht schläft Olav Åsteson ein, um erst am Morgen des Dreikönigstages wieder zu erwachen. Er erscheint dem Volk an der Schwelle zur Kirche und erzählt von seinem Erleben in der heiligen Nächten.

Nach einer Einführung wird das Traumlied, in der ersten freien Übertragung in die deutsche Sprache von Rudolf Steiner, gelesen werden. In der deutschen Textfassung  von Dan Lindholm erklingt es anschließend umrahmt von Klangimprovisationen in den alten norwegischen Weisen.

Ausführende: Andrea Boss-Münchberger, München; Andrea Stückert, München

Freier Eintritt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr lesenswert

Friedwart Husemann

Rudolf Steiners Schriften In 50 kurzen Porträts

Wenn jemand die ägyptischen Pyramiden besucht, oder Chartres, dann klingt seine Erzählung anders, als wenn er sich das nur angelesen hat – das ist dann Buchwissen – sondern er war vor Ort, er war dort, er weiss die Dinge aus erster Hand. So mit dem schriftlichen Werk von Rudolf Steiner: Friedwart Husemann war dort, er war vor Ort – er hat sich das nicht nur angelesen. Dieses Faktum springt einen aus jeder Zeile seines neuen Buches an und der Spruch, dass substantielle Anthroposophie nicht kurz und knapp dargestellt werden kann, ist widerlegt. Und was wichtiger ist: das Lesen macht Freude! Roland Tüscher

Anthroposophie wird Kunst

Die Geburtsstunde der selbstständigen Anthroposophie: der Münchner Kongress 1907. Die umfassendeste Publikation über den Münchner Kongress. Über 430 Seiten, reich bebildert.
Die gedruckte Dokumentation zum Münchner Kongress "Anthroposophie wird Kunst" ist hier zum Preis von € 19,95 zu kaufen. / mehr >>>