Programm von September bis Dezember 2019

Ohne Vorkenntnisse

Donnerstag, 10.10., 20 Uhr, Vortrag

  • Schmerz, Leid und Behinderung heute - Von der Pränataldiagnostik bis zur Sterbebegleitung

    Georg Soldner

    Jeder Mensch fürchtet Schmerz, Leid und Behinderung. Jeder Mensch erlebt Schmerz und Leid. Keiner kann sich vor Behinderung gefeit fühlen. Bereits in der Schwangerschaft ist heute die Angst vor Behinderung weltweit ein Phänomen, das zu einer tiefgreifenden Veränderung menschlicher Schwangerschaft beiträgt, mit lebenslangen Konsequenzen. Die Angst vor Schmerz, Leid und Behinderung verändert die menschliche Geburt – das Weihnachtsevangelium erzählt von einer Welt, die nichts mehr mit moderner interventionsbereiter Geburtshilfe zu tun hat. Immer mehr Menschen suchen ein technisches Sterbemanagement, um dem Prozess des Sterbens zu entgehen. – Bei ernsthafter Selbstprüfung wird jedoch jeder Mensch zu der Einsicht gelangen, dass er auch das Wertvollste und seelisch Bewegendste im Leben Erfahrungen verdankt, die mit Schmerz und Leid einher gehen. Wer Schmerz und Leid entfliehen will, droht sich selbst zu verlieren. Der Vortrag wendet sich diesen Fragen zu und möchte mit den Zuhörern mögliche Wege einer gelebten Antwort darauf erkunden.

    _____________________________________________________

    Für Mitglieder und Freunde

    Freitag, 11.10., 20 Uhr, Einführung und Austausch

    Michael Schmock, Generalsekretär der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland

    • Wohin geht es? Aus der Arbeit der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland

    Veränderungen, Erneuerungsimpulse, Ansätze zur Realisierung.

    Eintritt frei

    _____________________________________________________

    Mitgliederveranstaltung

    Montag, 14.10., 19 bis 21 Uhr

    • Forum

    Einladung an alle Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft, an einer Arbeitssitzung der Konferenz des Arbeitszentrums München aktiv teilzunehmen.

     _____________________________________________________

    Ohne Vorkenntnisse

    Freitag/Samstag, 25./26.10., 3 Vorträge

    • „Psychologie des Ich“
      Dr. Wolf-Ulrich Klünker

    Freitag, 18 Uhr: „Persönliche und geistige Schwelle“
    Pause mit Imbiss

    Freitag, 20 Uhr: „Geistselbst-Berührung des Ich“

    Samstag, 10 Uhr: „Menschlichkeit als therapeutische Kraft“

    Anthroposophie kann sich zu einer neuen Psychologie des Ich entwickeln: nicht als Theorie, sondern als lebendige Erneuerungs- und Gesundungskraft. Selbsterkenntnis und Selbstentwicklung gehen dabei aus dem Willen zu geistiger Selbstaktivierung hervor; die biografische Perspektive erweitert sich über den Tod hinaus. An den Grenzen der Ich-Erfahrung berührt der Mensch seine eigenen und therapeutischen Möglichkeiten zur Überwindung von Depression und Isolation.
    So entsteht ein unerwarteter Begegnungsraum mit dem anderen Menschen.

    ___________________________________________________

     Samstag, 2.11.,11 Uhr bis ca. 21 Uhr

    • Faust lebt - Faust stirbt

    Durch künstlerische Prozesse Goethes Faust erschliessen.Zu Faust mit Kunst!  Ganz herzlich möchten wir Sie zu diesem Thema einladen!

     Faust: Es ist das meist gespielte Drama im deutschsprachigen Theater. Und Faust ist längst nicht mehr nur auf der Bühne. Wir sind Faust, denn Faust lebt als Realität in jedem von uns.

    Wir alle betreten in unserem gesellschaftlichen Leben die Bühne mit faustischen Handlungen: Geldschöpfung, Landgewinnung, oder künstliche Intelligenz. Als Menschheit teilen wir heute den Faust-Weg. Faust wird trotz dem Bündnis mit dem Bösen gerettet – warum?

     11- 12.30 Uhr, Begrüßung, Einführung in Thema und Workshop, künstlerische Beiträge von Andrea Pfaehler, Eduardo Torres, Agnes Zehnter, Gioia Falk

     Mittagspause

     14- 15.30 Uhr, Workshop

    Sprache: Rollen und Chöre aus Faust

    Eurythmie: Rollen und Chöre aus Faust

    Pause mit kleinem Imbiss

     16-17.30 Uhr, Workshop

    17.45- 18.45 Uhr, Einführung und Gespräch zu: FAUST aktuell

     Abendpause mit Imbiss

     20 Uhr FAUST-Abend

    Impressionen der Künstler mit integrierten Beiträgen aus den Workshops. Durchgeführt von Künstlern des Faust am Goetheanum 2020

    Abendveranstaltung: Mitglieder € 20 (2 Coupons), Nichtmitglieder € 24,ermäßigt € 14

     Regie: Andrea Pfaehler

    Regie Eurythmie: Eduardo Torres

    Sprache: Agnes Zehnter

    Eurythmie: Gioia Falk

    Gesamtkarte:Mitglieder € 50,-(5 Coupons) Nichtmitglieder € 60,-, ermäßigt € 35

     _____________________________________________________

     Ohne Vorkenntnisse

    Freitag, 8.11., 19 bis 21 Uhr

    • Meditation

    Gisela Weller-Widmann, Florian Zebhauser
    Mit dem diesmaligen Thema Meditation kommt die Reihe ‚Elemente des anthroposophischen Schulungwegs‘ zunächst an ein Ende. Ab Januar werden wir einen neuen Zyklus beginnen, der wieder die Nebenübungen behandelt, aber bereichert mit der Darstellung eines ganz besonderen Blickwinkels aus dem medizinischen Bereich. „Wenn der Mensch einmal beginnt Meditationen zu machen, so vollzieht er damit die einzige wirklich völlig freie Handlung in diesem menschlichen Leben.“ (Rudolf Steiner, GA 305) Der auf Anthroposophie basierende Schulungsweg legt besonderen Wert auf das klare Überblicken und bewusste Vollziehen von Übungen und Meditationen. An diesem Abend wollen wir einen Einblick geben in die Praxis anthroposophischer Meditation. Theorie und Erklärungen werden sich auf das zum Verständnis Notwendige beschränken. Der Schwerpunkt liegt auf dem übenden Element. Wir werden einen Spruch von Rudolf Steiner in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stellen. Zunächst werden wir versuchen, ihn zu verstehen, dann konzentriert auf vertiefte Weise zu betrachten. Schließlich wollen wir im nächsten Schritt versuchen, in eine meditative Seelenstimmung zu kommen. Wir werden in einer Runde sitzen, aber jeder wird die Meditation selbstständig vollziehen. Dann können wir im Gespräch bewegen, welche Fragen aufgetaucht sind.

    Die Teilnahme ist sowohl für meditationserfahrene Menschen wie für Neueinsteiger möglich. Wichtig ist der Wille zur Vorurteilslosigkeit und zu ständigem Dazulernen.

    Kursabend für Mitglieder € 10 (1 Coupon)

    Nichtmitglieder € 12

    Ermäßigt: € 7

     _____________________________________________________

     Für Mitglieder und Freunde

    Samstag, 16.11., 18 Uhr

    • Die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft

    Was ist sie und wie wirkt sie?Einführung und Gespräch Katharina Gleser, Beate Meuth, Florian Zebhauser

    _____________________________________________________

     Für Mitglieder und Freunde

    Samstag, 23.11., 19 Uhr

    • Gedenken an die Verstorbenen

    Jenseits der Schwelle schauen die Verstorbenen auf ihr irdisches Leben aus der Sicht ihrer früheren Mitmenschen. Ein Drittel ihrer Lebenszeit benötigen sie für diesen rückwärts gewandten Weg. Wir helfen den Verstorbenen dabei, wenn wir sie liebevoll begleiten schenken wir ihnen Wärme.

    Lebensbilder verstorbener Mitglieder

    Ansprache: Astrid Wunderlich

    Musik: Werke von Peter Michael Riehm und Torben Maiwald mit dem Eltern-Lehrer-Chor der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning unter der Leitung von Yoshie Higo-Breitenbach.

    Bilder von Corinna Sper

    Freier Eintritt

    _____________________________________________________

     Ohne Vorkenntnisse

    Freitags, 29.11./6.und 13.12., 19 bis 20.30 Uhr

    • Adventsarbeit am Grundsteinspruch -Das Wirken der Trinität entdecken

    Astrid Wunderlich, Emi Yoshida

    In diesem Jahr wenden wir uns nochmals den seelischen Übungen zu: Geist- Erinnern, Geist-Besinnen, Geist-Erschauen und folgen der Aufforderung Rudolf Steiners, darauf zu lauschen, was uns dabei aus dem Weltenall entgegenkommt.

    Welche Verbindung finden wir vom „Geist-Erinnern“ „zum Vater-Geist“? Wie üben wir  „Geist-Besinnen“ in einer Weise, mit der wir uns für den „Christus-Willen“ öffnen? Können wir verstehen, wie uns mit dem Üben zum „Geist-Erschauen“ des Geistes Weltgedanken nahe kommen? Mit Gesprächen und Eurythmie vertiefen wir diese Fragen.

    Eintritt frei

    _____________________________________________________

     Ohne Vorkenntnisse

    Samstag,Sonntag, 30.11./1.12., Vier Vorträge

    • Die Mani Intention: Rudolf Steiner und ein zukünftiger Manichäismus

    Christine Gruwez und Dr. Markus Osterrieder

     Samstag, 18 Uhr und Sonntag 10 Uhr

    Christine Gruwez, Zwei Vorträge

    Die ersten Schritte in Richtung eines Manichäismus der Zukunft, so wie Rudolf Steiner die Mani-Intention verstanden hat, bedingen, dass wir fähig werden, dem Bösen ins Antlitz zu schauen – damit auch das Gute wirken kann.

    Wo aber Gut und Böse auf einander stoßen, erst und genau da kann der Mensch sich in seiner wahren Gestalt zeigen. Es geht um ein sowohl als auch. Da erst fängt die Menschwerdung an. Dieser neue Anfang hängt unmittelbar mit der aktuellen Weltlage, in der genau die weitere Menschwerdung gefährdet ist, zusammen. Nicht nur wird die Würde und Integrität von Erde und Mensch ständig angegriffen, sondern die gegenwärtigen Entwicklungen scheinen das Ende des Menschen schlechthin zu verkünden.

     Samstag, 20 Uhr und Sonntag, 11.45 Uhr

    Dr. Markus Osterrieder, Zwei Vorträge

    Manichäische Zukunftsimpulse vor dem Hintergrund zunehmender künstlicher Intelligenz und Robotik: Gesellschaftlich-soziale und menschenkundliche Gesichtspunkte

    _____________________________________________________

     Ohne Vorkenntnisse

    Samstag,Sonntag,7./8.12.

    Beate Meuth und Johannes Greiner

    • Schmerz verwandeln
    • Geisteswissenschaftliche Ansätze zur Verarbeitung eines Traumas


    Verletzungen gehören zum Leben, körperliche ebenso wie seelische. Manche sind so gewaltig und einschneidend, dass sie das Weiterleben grundlegend verändern oder behindern. In der posttraumatischen Belastung geht die Führungskraft des Ich verloren, wir fühlen uns ausgeliefert. Wie werde ich fertig mit den Folgen eines Unfalls, eines Übergriffs, einer tiefen wiederholten Kränkung? Wo das Leben mir Rätsel aufgibt, stellt sich die Frage nach dem Geist. Wie lässt sich das quälende Warum in Schicksalswillen verwandeln? Rudolf Steiner hat viele konkrete Impulse zu einer Seelenarbeit gegeben, die das Geistige im Menschen mit einbezieht. Auch zeigt er Wege auf, traumatisierte Menschen im sozialen Miteinander zu verstehen, es birgt besondere Herausforderungen und Möglichkeiten. Mithilfe der Kunst lässt sich Schmerz umschmieden in Stärke. Die gebundene Lebenskraft wird frei für ein tatkräftiges Leben.

     Samstag

    15 – 16.30 Uh,r Leben mit Schatten und Licht in der Seele, Vortrag Johannes Greiner           

    16.30 – 17 Uhr, Kaffeepause

    17 – 18.30 Uhr, Ich findet sich – Methodische Grundlagen, Vortrag Beate Meuth

    18.30 – 19 Uhr, Pause mit Imbiss

    19 – 20 Uhr, Gespräch

    Sonntag

    9.30 – 11 Uhr, Zwischen Lähmung und Verzweiflung, Seminar: Übungen zum Umgang mit Gefühlen

    11 – 11.30 Uhr, Kaffeepause

    11.30 – 13 Uhr, Erlebtes anschauen - ein Weg zum Annehmen des Schicksals, Seminar: Übungen und Gespräch

    Beate Meuth - Coach, Bildhauerin, Heilpraktikerin, drei erwachsene Kinder - hat aus Kunst und Geisteswissenschaft eine neue Coaching-Methode entwickelt, die sich in der Arbeit mit traumatisierten Erwachsenen bewährt hat.

    Johannes Greiner - Musiker, Eurythmist, Lehrer, Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz, Musikverantwortlicher in der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum.

    Geamtkarte: Mitglieder  € 36 (4Coupons), Nichtmitglieder € 44, erm. € 26

     _____________________________________________________

     Ohne Vorkenntnisse

    Mittwoch, 18.12., 18.30 und 20 Uhr

    • Weihnachtsimagination

    18.30 bis 19.30 Uhr, Einstimmung

    Im Vortrag vom 6. Oktober 1923 (GA229) bringt Rudolf Steiner das Weihnachtsgeschehen und die Prozesse in der Natur zur Tiefwinterszeit in ein gewaltiges Bild. Das Geschehen führt letztlich zur imaginativen Anschauung der Maria mit dem Jesuskind. In diesem Zusammenhang heißt es:

    „Sternenstrahlend muss auch das Haupt der Maria sein, das heißt im menschlichen Ausdruck, so dass wir in der Physiognomie, in der ganzen Gebärde den Ausdruck des Sternenstrahlenden haben.“

    Die gemeinsame Vorbereitung soll Möglichkeiten und Zugänge eröffnen zu diesem Motiv des Sternenhimmels, um vom jeweils persönlichen Erleben zu einer überpersönlichen Anschauung finden zu können.

    Übung und Gespräch: Erika Leiste, Astrid Wunderlich, Florian Zebhauser

     20 Uhr, Lesung der Weihnachtsimagination durch Bodo Bühling

    Eintritt frei

    _____________________________________________________

    Freitag, 27.12., 19 Uhr

    • Weihnachtsfeier

    Das Traumlied des Olav Åsteson

    In der Christnacht schläft Olav Åsteson ein, um erst am Morgen des Dreikönigstages wieder zu erwachen. Er erscheint dem Volk an der Schwelle zur Kirche und erzählt von seinem Erleben in der heiligen Nächten.

    Nach einer Einführung wird das Traumlied, in der ersten freien Übertragung in die deutsche Sprache von Rudolf Steiner, gelesen werden. In der deutschen Textfassung  von Dan Lindholm erklingt es anschließend umrahmt von Klangimprovisationen in den alten norwegischen Weisen.

    Ausführende: Andrea Boss-Münchberger, München; Andrea Stückert, München

    Freier Eintritt

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Sehr lesenswert

    Friedwart Husemann

    Rudolf Steiners Schriften In 50 kurzen Porträts

    Wenn jemand die ägyptischen Pyramiden besucht, oder Chartres, dann klingt seine Erzählung anders, als wenn er sich das nur angelesen hat – das ist dann Buchwissen – sondern er war vor Ort, er war dort, er weiss die Dinge aus erster Hand. So mit dem schriftlichen Werk von Rudolf Steiner: Friedwart Husemann war dort, er war vor Ort – er hat sich das nicht nur angelesen. Dieses Faktum springt einen aus jeder Zeile seines neuen Buches an und der Spruch, dass substantielle Anthroposophie nicht kurz und knapp dargestellt werden kann, ist widerlegt. Und was wichtiger ist: das Lesen macht Freude! Roland Tüscher

    Anthroposophie wird Kunst

    Die Geburtsstunde der selbstständigen Anthroposophie: der Münchner Kongress 1907. Die umfassendeste Publikation über den Münchner Kongress. Über 430 Seiten, reich bebildert.
    Die gedruckte Dokumentation zum Münchner Kongress "Anthroposophie wird Kunst" ist hier zum Preis von € 19,95 zu kaufen. / mehr >>>