Programm von Januar bis Ostern 2019

Freitag, 8.2./15.2./1.3.,

19 bis 20.30 Uhr
Textarbeit und Gespräch
Gisela Weller-Widmann, Florian Zebhauser

Wie können wir lernen den Frieden zu verwirklichen?
Die Entwicklung der Bewusstseinsseele als Ursache für Konflikte – und als Rettung daraus.

Dass die Appelle an sich selbst und andere, doch bitte endlich friedlich, lieb und nicht egoistisch zu sein, nicht zu dem gewünschten Ziel führen, müssen wir täglich aufs Neue erleben. Warum ist das so? Und was kann hilfreich sein? Notwendig ist, die großen Zusammenhänge des Menschen mit der Erde und dem Kosmos ins klare Bewusstsein heraufzuholen. Die Bedeutung des Entwicklungsgedankens endlich ernst zu nehmen! Die erste Stufe auf dem Schulungsweg ist das Studium von geisteswissenschaftlichen Inhalten. Man erwirbt sich dadurch ein logisches, folgerichtiges Denken. Dieses bildet eine sichere Grundlage, wenn man in das Übersinnliche kommt und das Physische als Stütze nicht mehr hat. Wenn man auch mit anderen Menschen studiert und nicht nur alleine für sich, kann man erleben, wie anders der andere denkt. Man kann diese Vielfalt als Bereicherung erfahren und wird dadurch beweglicher in seinem eigenen Denken. So können wir viel voneinander lernen. An drei Freitagen bieten wir auch jenen Menschen die Möglichkeit, diese Erfahrung zu machen, die üblicherweise nicht oder nur schwer an regelmäßigen Veranstaltungen teilnehmen können. Wir lesen und besprechen den Vortrag von Rudolf Steiner „Soziale und antisoziale Triebe im Menschen“, in GA186, 12.12.1918, Tb 746 oder als Einzelausgabe. Entstehende Fragen wollen wir miteinander bewegen. Auch Übungen werden angeregt. Alle, die sich für diese Arbeit interessieren, sind herzlich willkommen. Es sind keine speziellen Kenntnisse erforderlich, aber der Wille zur Vorurteilslosigkeit. Bitte den Text des Vortrags mitbringen.

Gesamtkarte 20 € (2 Coupons) Für Nichtmitglieder 24 € (keine Coupons), ermäßigt 14 € Einzeleintritte wie bei Vorträgen.
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Ohne Vorkenntnisse
Samstag, 16.2., 20 Uhr, Vortrag
Julian Jacobs, Dachau

Biodynamische Pflanzenzüchtung zwischen Markt und Ideal

Julian Jacobs wird das Spannungsfeld der Züchtung im biodynamischen Hoforganismus veranschaulichen: Zwischen Hybriden, Gentechnik und Marktansprüchen auf der einen Seite
und Bedürfnissen und Wohlergehen der Gemüsekulturpflanzen  auf der anderen. Und was bedeutet das für uns Menschen?
Dabei sollen die Qualitätsfragen aus verschiedenen Richtungen beleuchtet werden, wobei die Bildekräfteforschung größeren Raum einnehmen wird. Der Vortragende ist Betriebsgründer, Mitinhaber und Unternehmer des Obergrashofs bei München, seit 30 Jahren in der biodynamischen
Züchtung erfolgreich tätig und von Anfang an bis heute mitarbeitend in der Saatgutinitiative Kultursaat in Bingenheim.
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Für Mitglieder und Freunde
Freitag/Samstag, 8./9.3., Offenes Gespräch mit Einführung
Johannes Kiersch, Witten-Annen

Hochschule heute

Es werden zurzeit diverse wesentliche Fragen zur Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und deren Entwicklung in Deutschland bewegt. Johannes Kiersch hat sich eingehend mit dem geschichtlichen Hintergrund der Freien Hochschule beschäftigt. Seine Veröffentlichungen trugen dazu bei, dass eine breit angelegte Auseinandersetzung begonnen hat. So hat er in Zusammenarbeit mit der Dornacher Hochschulleitung eine Geschichte der Freien Hochschule unter dem Titel „Steiners individualisierte Esoterik einst und jetzt“ verfasst. Die Veranstaltung soll ein offener Austausch sein, zu der auch die örtlichen Vermittler der Hochschule eingeladen sind. Die Moderation
übernehmen Elisabeth Wutte und Florian Zebhauser.
– In einem Perspektiventext der Landesgesellschaft heißt es: Die Anthroposophische Gesellschaft fördert eine erweiterte Hochschularbeit. Dabei geht es darum, die Arbeit der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft über die gelesenen und frei gehaltenen Klassenstunden hinaus um weitere Formen zu ergänzen, die in der heutigen Bewusstseinslage der Menschen wichtig erscheinen. Sowohl die Lebensformen der Hochschule, als auch deren Verständnisgrundlagen bedürfen einer breiteren
Basis der Gesprächsangebote. Die Hochschule als „innere Entwicklungsaufgabe“ kann durch die Tätigkeit der Gesellschaft unterstützt werden und umgekehrt braucht es im Zusammenleben der AG eine erfahrbare, gelebte Hochschulqualität. Als konkrete Schritte in diese Richtung werden unter anderem gesehen:
Verschiedene Arten von Hochschul-Gesprächen (auch zu Fragen auf Gebieten der Lebensfelder und zu Zeitfragen). Räume schaffen, um sich über innere Erkenntnisse
austauschen zu können (meditative Praxis, Erweiterung der Wahrnehmungen etc.).

• Freitag, 8.3., 20 Uhr
Einführung durch Johannes Kiersch und moderiertes Gespräch

• Samstag, 9.3., 10 bis ca. 11.30 Uhr
Fortsetzung und Vertiefung der Fragen und des begonnenen Austausches

Eintritt frei, ein freiwilliger Kostenbeitrag ist erbeten.
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Mitglieder und Freunde
Dienstag,12.3., 18 bis 19.30 Uhr
Gabriele Aurbach, Florian Zebhauser

München–Russland

Ein Bericht von der Delegiertenversammlung in Moskau ist vorgesehen. Zudem versuchen wir uns anhand des Buches von Sergej O. Prokofieff „Die geistigen Aufgaben Mittel- und Osteuropas“ die Anforderung bewusst zu machen, die durch die Pflege dieser Partnerschaft gegeben ist.
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Ohne Vorkenntnisse
Freitag,15.3., 20 Uhr , Vortrag
Claus-Peter Röh, Dornach

Zusammenklang von innerlichesoterischer Arbeit und Wirkung in der pädagogischen Praxis

In der Arbeit an der Allgemeinen Menschenkunde wie in der individuell entwickelten Meditationsübung, – überall dort, wo aus freiem Impuls innere Verwandlungen beginnen, zeigen sich Wirkungen und Resonanzen davon im Alltagsleben. Dieser geistige Strom reicht von Stufen der Aufmerksamkeit während des pädagogischen Handelns bis zur feineren Wahrnehmung in der Unmittelbarkeit der menschlichen Begegnung.
Claus-Peter Röh war als Klassen-, Musik- und Religionslehrer an der Freien Waldorfschule in Flensburg tätig. Seit 1998 ist er Mitglied im Initiativkreis der Pädagogischen Sektion in Deutschland, seit 2010 der Pädagogischen Sektion am Goetheanum in Dornach/CH. Ab Januar 2011 in Kooperation mit Florian Osswald Übernahme der Sektionsleitung.
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Ohne Vorkenntnisse
Samstag, 23.3.,18 Uhr, Vortrag, Übungen, Gespräch
Thomas Zumsande, Heiligenberg

Rudolf Steiners Sprechübungen

In Zusammenhang mit den sozialen Konflikten des Jahres 1919 entstanden die ersten Sprechübungen Rudolf Steiners. Seitdem werden sie an der Freien Waldorfschule, in der Heilpädagogik und sprachkünstlerischen Therapie, aber auch in Rezitation und Schauspiel auf vielfältige Weise eingesetzt. Einmal dienen sie zur zungenbrecherischen Sprechgymnastik, zur Atemschulung und Stimmbildung, außerdem als Übungsweg für das Erleben der Lautqualitäten. Mit ihnen wendet sich die anthroposophische Sprachgestaltung vom rein künstlerischen dem sozialen und pädagogisch-therapeutischen Umfeld zu. Was bedeutet es, dass die Sprechübungen zunächst in den Auseinandersetzungen um eine Dreigliederung des sozialen Organismus zum Einsatz kamen? Haben sie eine bestimmte Aufgabe im menschlichen Miteinander? Wie hängt dieses mit Sprache zusammen? An den Vortrag schließt sich ein hörendes und sprechendes Üben an. Dieses wird durch Tamara Koch und Kilian Gaertner tatkräftig unterstützt.

• 18 bis 19.30 Uhr
Vortrag und gemeinsames Gespräch

• 19.30 Uhr, Pause mit Imbiss

• 20 bis 21 Uhr
Gemeinsames Üben und Gespräch

Mitglieder 20 € (2 Coupons) Nichtmitglieder 24 € (keine Coupons), erm. 14 €
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Ohne Vorkenntnisse
Freitag, 29.3., 20 Uhr, Vortrag
Prof. Dr. habil. Edwin Hübner

Inmitten „intelligenter“ Geräte – was bleibt vom Menschen?

Der Mensch ist von digitalen Geräten umgeben, die sein Leben prägen. In welche Zukunft lebt er dadurch hinein? Die heute entstehenden „intelligenten“ Systeme stellen der anthroposophischen Bewegung existenzielle Aufgaben. Welche Beiträge kann sie zu der Frage nach dem Wesen des Menschen geben?
Prof.Dr.habil. Edwin Hübner, geb. 1955, Studium der Mathematik sowie der Physik in Frankfurt/Main und in Stuttgart. Ab 1985 Lehrer an der Freien Waldorfschule Frankfurt/Main.

Daneben wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Medienpädagogik. Ab 2015 Dozent an der Freien Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik. Zahlreiche Publikationen, u.a.: Medien und Pädagogik. Gesichtspunkte zum Verständnis der Medien. Grundlagen einer anthroposophisch-anthropologischen Medienpädagogik (edition waldorf 2015)
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Ohne Vorkenntnisse
Sonntag, 31.3., 17 Uhr, Vortrag
19.30 Uhr, Konzert
Johannes Greiner, Aesch
Liudmila Troickaja, Eurythmistin

Mikalojus Konstantinas Čiurlionis – Künstler an der Schwelle zur geistigen Welt

In mehrfacher Hinsicht ist das Schaffen des litauischen Künstlers Mikalojus Konstantinas Čiurlionis (1875-1911) außerordentlich interessant. Wie nur wenige andere Künstler verstand er es, sich in mehr als einer Kunstform auf höchstem Niveau auszudrücken. Er war ein Musiker, dessen geniale Kompositionen mit denen des gleichzeitig lebenden Alexander Skrjabin verglichen werden können und er war ein Maler mit einer höchst eigenständigen Bildsprache zwischen Symbolismus und Abstraktion. Er hat übrigens schon vor Kandinsky abstrakte Bilder gemalt. Seine Briefe, Tagebucheintragungen und Dichtungen zeigen ein außergewöhnliches Geschick, mit Bildern (Malerei!) und Stimmungen (Musik!) dichterisch umzugehen. Seine Briefe an seine Frau und verschiedene Tagebucheinträge und Kurzgeschichten sprechen von geistigen Erlebnissen, die von träumerischen Stimmungsbildern bis zu klaren Reinkarnationserinnerungen reichen. Er zählt zu den Künstlern, die an der Schwelle zur geistigen Welt gewandelt sind. Der Doppelbegabung des Künstlers entsprechend soll Čiurlionis zweifach gewürdigt werden. Der Vortrag wird in sein Leben und seine Bilder einführen, das Gesprächs-Konzert mit Eurythmie gibt Kostproben seiner Musik und zeigt seine Entwicklung als Komponist auf.

• 17 Uhr
Vortrag mit Bildbetrachtung, Johannes Greiner
• Pause mit Imbiss

• 19.30 Uhr
Konzert mit Eurythmie
Flügel, Johannes Greiner; Eurythmie, Liudmila Troickaja

Mitglieder 20 € (2 Coupons) Nichtmitglieder 24 € (keine Coupons), erm. 14 €
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Ohne Vorkenntnisse
Dienstag, 9.4., 18.30 und 20 Uhr

Oster-Imagination

• 18.30 bis 19.30 Uhr
Vorbereitung auf die Lesung
„... so haben eigentlich die ahrimanischen Wesen Aussicht, wenigstens partiell, teilweise zu erreichen, was sie wollen, das heißt den Menschen mit der Erde zu verbinden, indem sie gerade seine Gesinnung, seine Auffassung mit dem Irdischen zusammenschmelzen wollen. Sie wollen ihn nach jeder Beziehung ganz zum Materialisten machen ...“ Luzifer und Ahriman – es können Schlagworte sein, Abstraktionen. Wo aber findet man das Ahrimanische in sich, und wo erlebt man diese, „den Menschen von der Erde losreißende luziferische Kraft?“ Im gemeinsamen Gespräch soll ein Erfahrungsaustausch versucht werden.
Gespräch: Astrid Wunderlich, Erika Leiste, Florian Zebhauser,
Eurythmische Demonstration: Irmentraud Burkhardt, Horst Krischer

• 20 Uhr
Lesung der Oster-Imagination
aus GA 229, 7.10.1923 durch Bodo Bühling

Eintritt frei
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Ohne Vorkenntnisse
Samstag, Sonntag, 13./14.4., drei Vorträge
Marcus Schneider, Basel

Was sagt Anthroposophie zur Gegenwart?

• Samstag, 20 Uhr
Dostojewsky – Europa und das Christusbild des Ostens

• Sonntag, 10 bis 11.15 Uhr (anschl. Pause mit Imbiss)
Doppelgänger – Erlebnisse und geistiger Durchbruch

• Sonntag, 11.30 Uhr
Narzissmus – die neue Religion

Unsere Zeit hat die Aufgabe, gegen innere und äußere Widerstände den Menschen in geistige Autonomie zu führen. Dabei gilt es, im sogenannten „Doppelgänger“ die Hindernisse zu erkennen. Verwandlung des Schattens; Christus-Suche der Zukunft und Überwindung der Selbst-Verliebtheit sind die Schritte dazu.
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Ohne Vorkenntnisse
Ostermontag, 22.4., 18 Uhr

Osterfeier

„Manchmal stehen wir auf zur Auferstehung. Mitten am Tag ...“ (Marie-Luise Kaschnitz)
Es soll auf dieser Feier versucht werden, Auferstehungsmotive in unserer Gegenwart aufzusuchen. So konkret wie möglich, so individuell wie möglich und so erfüllt von der Gegenwart des Auferstandenen im Sinne eines Damaskus-Erlebnisses.
Eurythmie: tritonus ensemble, Leitung: Aiga Matthes
Ansprache: Bodo Bühling

Eintritt frei. Spenden erbeten
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Ohne Vorkenntnisse
Samstag, 27.4., 19 Uhr
Neues Tonsystem im Kontext Rudolf Steiners und heute (In Zusammenarbeit mit der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum)

Werkstatt-Konzert mit Einführun

Ändert eure Stimmung

Wie ein mächtiger Ruf „ändert euren Sinn“ erschienen auf vielen Gebieten der Kunst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts neue Impulse. Rudolf Steiner konnte dazu durch Rat, durch Vorträge und durch eigene Schöpfungen einen bedeutenden Beitrag leisten. Die Anregung zur Verfeinerung der musikalischen Intervalle, des Tonsystems, wurde an ihn von Kathleen Schlesinger dank ihrer Forschungen an altgriechischen Flöten herangetragen. Die mitwirkenden Musiker sehen darin einen zukunftsweisenden Impuls, und möchten ihn durch konkrete Studien und Kompositionen dem Münchner Publikum lebendig vorstellen. Mitwirkende: Gregers Brinch (London), Christian Ginat (Dornach), Gotthard Killian (Arlesheim), Joachim Pfeffinger (Basel), Knut Rennert (Leipzig), Lothar Seitz (Dornach), Peter Stevens (Überlingen) und Kazuhiko Yoshida

Eintritt frei – Spenden willkommen

Sehr lesenswert

Friedwart Husemann

Rudolf Steiners Schriften In 50 kurzen Porträts

Wenn jemand die ägyptischen Pyramiden besucht, oder Chartres, dann klingt seine Erzählung anders, als wenn er sich das nur angelesen hat – das ist dann Buchwissen – sondern er war vor Ort, er war dort, er weiss die Dinge aus erster Hand. So mit dem schriftlichen Werk von Rudolf Steiner: Friedwart Husemann war dort, er war vor Ort – er hat sich das nicht nur angelesen. Dieses Faktum springt einen aus jeder Zeile seines neuen Buches an und der Spruch, dass substantielle Anthroposophie nicht kurz und knapp dargestellt werden kann, ist widerlegt. Und was wichtiger ist: das Lesen macht Freude! Roland Tüscher

Anthroposophie wird Kunst

Die Geburtsstunde der selbstständigen Anthroposophie: der Münchner Kongress 1907. Die umfassendeste Publikation über den Münchner Kongress. Über 430 Seiten, reich bebildert.
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