Programm von Januar bis Ostern 2019

Ohne Vorkenntnisse

Samstag, 23.3.,18 Uhr, Vortrag, Übungen, Gespräch
Thomas Zumsande, Heiligenberg

Rudolf Steiners Sprechübungen

In Zusammenhang mit den sozialen Konflikten des Jahres 1919 entstanden die ersten Sprechübungen Rudolf Steiners. Seitdem werden sie an der Freien Waldorfschule, in der Heilpädagogik und sprachkünstlerischen Therapie, aber auch in Rezitation und Schauspiel auf vielfältige Weise eingesetzt. Einmal dienen sie zur zungenbrecherischen Sprechgymnastik, zur Atemschulung und Stimmbildung, außerdem als Übungsweg für das Erleben der Lautqualitäten. Mit ihnen wendet sich die anthroposophische Sprachgestaltung vom rein künstlerischen dem sozialen und pädagogisch-therapeutischen Umfeld zu. Was bedeutet es, dass die Sprechübungen zunächst in den Auseinandersetzungen um eine Dreigliederung des sozialen Organismus zum Einsatz kamen? Haben sie eine bestimmte Aufgabe im menschlichen Miteinander? Wie hängt dieses mit Sprache zusammen? An den Vortrag schließt sich ein hörendes und sprechendes Üben an. Dieses wird durch Tamara Koch und Kilian Gaertner tatkräftig unterstützt.

• 18 bis 19.30 Uhr
Vortrag und gemeinsames Gespräch

• 19.30 Uhr, Pause mit Imbiss

• 20 bis 21 Uhr
Gemeinsames Üben und Gespräch

Mitglieder 20 € (2 Coupons) Nichtmitglieder 24 € (keine Coupons), erm. 14 €
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Ohne Vorkenntnisse
Freitag, 29.3., 20 Uhr, Vortrag
Prof. Dr. habil. Edwin Hübner

Inmitten „intelligenter“ Geräte – was bleibt vom Menschen?

Der Mensch ist von digitalen Geräten umgeben, die sein Leben prägen. In welche Zukunft lebt er dadurch hinein? Die heute entstehenden „intelligenten“ Systeme stellen der anthroposophischen Bewegung existenzielle Aufgaben. Welche Beiträge kann sie zu der Frage nach dem Wesen des Menschen geben?
Prof.Dr.habil. Edwin Hübner, geb. 1955, Studium der Mathematik sowie der Physik in Frankfurt/Main und in Stuttgart. Ab 1985 Lehrer an der Freien Waldorfschule Frankfurt/Main.

Daneben wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Medienpädagogik. Ab 2015 Dozent an der Freien Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik. Zahlreiche Publikationen, u.a.: Medien und Pädagogik. Gesichtspunkte zum Verständnis der Medien. Grundlagen einer anthroposophisch-anthropologischen Medienpädagogik (edition waldorf 2015)
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Ohne Vorkenntnisse
Sonntag, 31.3., 17 Uhr, Vortrag
19.30 Uhr, Konzert
Johannes Greiner, Aesch
Liudmila Troickaja, Eurythmistin

Mikalojus Konstantinas Čiurlionis – Künstler an der Schwelle zur geistigen Welt

In mehrfacher Hinsicht ist das Schaffen des litauischen Künstlers Mikalojus Konstantinas Čiurlionis (1875-1911) außerordentlich interessant. Wie nur wenige andere Künstler verstand er es, sich in mehr als einer Kunstform auf höchstem Niveau auszudrücken. Er war ein Musiker, dessen geniale Kompositionen mit denen des gleichzeitig lebenden Alexander Skrjabin verglichen werden können und er war ein Maler mit einer höchst eigenständigen Bildsprache zwischen Symbolismus und Abstraktion. Er hat übrigens schon vor Kandinsky abstrakte Bilder gemalt. Seine Briefe, Tagebucheintragungen und Dichtungen zeigen ein außergewöhnliches Geschick, mit Bildern (Malerei!) und Stimmungen (Musik!) dichterisch umzugehen. Seine Briefe an seine Frau und verschiedene Tagebucheinträge und Kurzgeschichten sprechen von geistigen Erlebnissen, die von träumerischen Stimmungsbildern bis zu klaren Reinkarnationserinnerungen reichen. Er zählt zu den Künstlern, die an der Schwelle zur geistigen Welt gewandelt sind. Der Doppelbegabung des Künstlers entsprechend soll Čiurlionis zweifach gewürdigt werden. Der Vortrag wird in sein Leben und seine Bilder einführen, das Gesprächs-Konzert mit Eurythmie gibt Kostproben seiner Musik und zeigt seine Entwicklung als Komponist auf.

• 17 Uhr
Vortrag mit Bildbetrachtung, Johannes Greiner
• Pause mit Imbiss

• 19.30 Uhr
Konzert mit Eurythmie
Flügel, Johannes Greiner; Eurythmie, Liudmila Troickaja

Mitglieder 20 € (2 Coupons) Nichtmitglieder 24 € (keine Coupons), erm. 14 €
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Ohne Vorkenntnisse
Dienstag, 9.4., 18.30 und 20 Uhr

Oster-Imagination

• 18.30 bis 19.30 Uhr
Vorbereitung auf die Lesung
„... so haben eigentlich die ahrimanischen Wesen Aussicht, wenigstens partiell, teilweise zu erreichen, was sie wollen, das heißt den Menschen mit der Erde zu verbinden, indem sie gerade seine Gesinnung, seine Auffassung mit dem Irdischen zusammenschmelzen wollen. Sie wollen ihn nach jeder Beziehung ganz zum Materialisten machen ...“ Luzifer und Ahriman – es können Schlagworte sein, Abstraktionen. Wo aber findet man das Ahrimanische in sich, und wo erlebt man diese, „den Menschen von der Erde losreißende luziferische Kraft?“ Im gemeinsamen Gespräch soll ein Erfahrungsaustausch versucht werden.
Gespräch: Astrid Wunderlich, Erika Leiste, Florian Zebhauser,
Eurythmische Demonstration: Irmentraud Burkhardt, Horst Krischer

• 20 Uhr
Lesung der Oster-Imagination
aus GA 229, 7.10.1923 durch Bodo Bühling

Eintritt frei
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Ohne Vorkenntnisse
Samstag, Sonntag, 13./14.4., drei Vorträge
Marcus Schneider, Basel

Was sagt Anthroposophie zur Gegenwart?

• Samstag, 20 Uhr
Dostojewsky – Europa und das Christusbild des Ostens

• Sonntag, 10 bis 11.15 Uhr (anschl. Pause mit Imbiss)
Doppelgänger – Erlebnisse und geistiger Durchbruch

• Sonntag, 11.30 Uhr
Narzissmus – die neue Religion

Unsere Zeit hat die Aufgabe, gegen innere und äußere Widerstände den Menschen in geistige Autonomie zu führen. Dabei gilt es, im sogenannten „Doppelgänger“ die Hindernisse zu erkennen. Verwandlung des Schattens; Christus-Suche der Zukunft und Überwindung der Selbst-Verliebtheit sind die Schritte dazu.
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Ohne Vorkenntnisse
Ostermontag, 22.4., 18 Uhr

Osterfeier

„Manchmal stehen wir auf zur Auferstehung. Mitten am Tag ...“ (Marie-Luise Kaschnitz)
Es soll auf dieser Feier versucht werden, Auferstehungsmotive in unserer Gegenwart aufzusuchen. So konkret wie möglich, so individuell wie möglich und so erfüllt von der Gegenwart des Auferstandenen im Sinne eines Damaskus-Erlebnisses.
Eurythmie: tritonus ensemble, Leitung: Aiga Matthes
Ansprache: Bodo Bühling

Eintritt frei. Spenden erbeten
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Ohne Vorkenntnisse
Samstag, 27.4., 19 Uhr
Neues Tonsystem im Kontext Rudolf Steiners und heute (In Zusammenarbeit mit der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum)

Werkstatt-Konzert mit Einführun

Ändert eure Stimmung

Wie ein mächtiger Ruf „ändert euren Sinn“ erschienen auf vielen Gebieten der Kunst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts neue Impulse. Rudolf Steiner konnte dazu durch Rat, durch Vorträge und durch eigene Schöpfungen einen bedeutenden Beitrag leisten. Die Anregung zur Verfeinerung der musikalischen Intervalle, des Tonsystems, wurde an ihn von Kathleen Schlesinger dank ihrer Forschungen an altgriechischen Flöten herangetragen. Die mitwirkenden Musiker sehen darin einen zukunftsweisenden Impuls, und möchten ihn durch konkrete Studien und Kompositionen dem Münchner Publikum lebendig vorstellen. Mitwirkende: Gregers Brinch (London), Christian Ginat (Dornach), Gotthard Killian (Arlesheim), Joachim Pfeffinger (Basel), Knut Rennert (Leipzig), Lothar Seitz (Dornach), Peter Stevens (Überlingen) und Kazuhiko Yoshida

Eintritt frei – Spenden willkommen

Sehr lesenswert

Friedwart Husemann

Rudolf Steiners Schriften In 50 kurzen Porträts

Wenn jemand die ägyptischen Pyramiden besucht, oder Chartres, dann klingt seine Erzählung anders, als wenn er sich das nur angelesen hat – das ist dann Buchwissen – sondern er war vor Ort, er war dort, er weiss die Dinge aus erster Hand. So mit dem schriftlichen Werk von Rudolf Steiner: Friedwart Husemann war dort, er war vor Ort – er hat sich das nicht nur angelesen. Dieses Faktum springt einen aus jeder Zeile seines neuen Buches an und der Spruch, dass substantielle Anthroposophie nicht kurz und knapp dargestellt werden kann, ist widerlegt. Und was wichtiger ist: das Lesen macht Freude! Roland Tüscher

Anthroposophie wird Kunst

Die Geburtsstunde der selbstständigen Anthroposophie: der Münchner Kongress 1907. Die umfassendeste Publikation über den Münchner Kongress. Über 430 Seiten, reich bebildert.
Die gedruckte Dokumentation zum Münchner Kongress "Anthroposophie wird Kunst" ist hier zum Preis von € 19,95 zu kaufen. / mehr >>>