Der Laut F
F ist vielleich schwer zu empfinden, aber eskann einem dann etwas zu Hilfe kommen, eine Redensart: Man sagt nämlich, wenn einer über etwas Bescheid weiß: Er kennt die Sache aus dem «ff». Wenn man das, was man also auf der Straße findet, vergleicht mit dem, was über das F in alten Mysterien gesagt worden ist, dann stellt sich etwas
ganz Merkwürdiges heraus. Man sagte, wenn jemand das f spricht, stößt er den ganzen Atem aus; der Atem aber ist dasjenige, wodurch die Gottheit den Menschen geschaffen
hat, was also die ganze menschliche Weisheit in der Luft enthält. Im älteren indischen Jogaüben empfand man das auch so; man fühlte innerlich die Organisation des Menschen, die Fülle der Weisheit. Und im Aussprechen des f fühlte man, wie einem die Weisheit im Worte bewußt wurde. F kann daher nur dann richtig empfunden werden, wenn man auch noch nachfühlt, wie eine gewisse Formel, die wenig bekanntgeworden ist in der Welt, die aber vorhanden war, wie eine gewiße Formel in den ägyptischen Mysterien lautete: Willst du anzeigen, was die Isis* ist, die da weiß das Vergangene, das Gegenwärtige und das Zukünftige, die niemals ganz enthüllt werden kann, so mußt du es in dem Laute f tun. Das Erleben der Isis im ausgehauchten Atmungsvorgange ist im f. So daß eigentlich f nicht ganz genau, aber annähernd gefühlt werden kann als: Ich weiß. – Aber es ist mehr drinnen, es läßt sich eigentlich fühlen als: Wisse du – der andere zu dem man spricht; f sage ich zu ihm, um ihn aufmerksam zu machen, daß ich ihn belehren kann –, wisse, daß ich weiß. 279.66ff